Woran ist Diabetes Typ II zu erkennen?

Diabetes mellitus tritt als Typ-I- und Typ-II-Form auf. Der Typ-II-Diabetes entwickelt sich allmählich und setzt zumeist erst über dem 40. Lebensjahr ein. Aus diesem Grund wird er oft auch als "Erwachsenen Diabetes" bezeichnet.
Die Entstehung des Diabetes Typ II wird durch ständige Überernährung und daraus folgendem Übergewicht gefördert. Rund 80% der Diabetiker zählen zu den Typ-II-Diabetikern.
Bei ihnen produziert die Bauchspeicheldrüse nicht mehr die Menge an Insulin, die für die Regulation des Blutzuckerspiegels benötigt wird. Denn infolge der Überernährung vermindert sich die Empfindlichkeit der Körperzellen gegenüber diesem Hormon, so dass die Zellen den Zucker nur noch teilweise aufnehmen können.

Konsequenterweise steht beim Typ-II-Diabetiker die Normalisierung des Körpergewichts im Vordergrund der Behandlung. Durch die Gewichtsabnahme wird wiederum die Insulin-Empfindlichkeit der Zellen erhöht, so dass der Insulinbedarf gesenkt und der Stoffwechsel normalisiert werden kann. Parallel kann der Körper Insulin sparen, indem möglichst wenig Zucker verzehrt wird. Ebenso tragen mehrere kleine Mahlzeiten am Tag dazu bei, das vorhandene Insulin besser einzuteilen und die Stoffwechsellage zu normalisieren. So sind in vielen Fällen auch gar keine Medikamente erforderlich, um den Typ-II-Diabetiker einzustellen.

Diabetes Typ II auf einen Blick:
  • entwickelt sich zumeist ab dem 40. Lebensjahr
  • nicht insulinpflichtig
  • oftmals übergewichtig
  • ca. 80% aller Diabetiker
  • Behandlung: Gewichtsabnahme durch energiereduzierte Mischkost
  • Tabletten erst bei Versagen einer Ernährungsumstellung und Gewichtsreduktion
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