Wie kann Haferkleie den Cholesterinspiegel positiv beeinflussen?

Haferkleie ist ein eigenständiger, positiver Faktor in der cholesterinbewussten Ernährung, denn sie enthält den hafereigenen Ballaststoff Beta-Glucan in besonders hoher Konzentration. Hafer Beta-Glucan reduziert nachweislich den Cholesterinspiegel im Blut. Diese Wirkung stellt sich bei einer täglichen Aufnahme von 3 g Hafer-Beta-Glucan ein.



Wie funktioniert die Regulierung des Cholesterinspiegels durch Hafer-Beta-Glucan?

Wasserlösliche Ballaststoffe können je nach ihrer chemischen Struktur Wasser und andere flüssige Stoffe binden. Beta-Glucan ist ein hafertypischer, löslicher Ballaststoff, der Gallensäuren binden kann. Gallensäuren werden in der Leber aus Cholesterin gebildet und in den Dünndarm abgegeben, wo sie bei der Fettverdauung aktiv sind.

Gallensäuren werden „recycelt“, können also wiederverwendet werden, ihr "Vorrat" muss nur in kleinen Mengen mittels Cholesterin ersetzt werden. Aufgrund der Bindung der Gallensäuren an das Hafer-Beta-Glucan kommt es zur Unterbrechung dieses Kreislaufs, denn die Gallensäuren werden ausgeschieden und stehen für die Fettverdauung nicht mehr zur Verfügung.

So muss der Vorrat an Gallensäuren mithilfe von Cholesterin verstärkt aufgefüllt werden, dabei wird Cholesterin „verbraucht“. Der Cholesterinspiegel im Blut sinkt bzw. fällt auf ein normales Niveau zurück. Studien zeigen, dass eine Cholesterinsenkung um bis zu 15 Prozent nach drei bis sechs Wochen erreicht werden kann. Darüber hinaus verhindert bzw. verlangsamt das vom Beta-Glucan gebildete zähflüssige Gel auch die Aufnahme von Nahrungscholesterin in den Dünndarm.