Was heißt ”Cholesterinspiegel?”

Als Cholesterinspiegel wird die Cholesterinkonzentration im Blutserum bezeichnet. Die Angabe erfolgt in Milligramm pro Deziliter Blut oder Millimol pro Liter Blut. Liegt der Cholesterinwert unter 200 mg/dl (5,2 mmol/l) ist dies ein guter Richtwert für gesunde Personen. Das Risiko der Entwicklung einer Herz-Kreislauf-Erkrankung steigt bei einem Wert von über 200 mg/dl (5,2 mmol/l) an. Bei Werten über 250 mg/dl (6,5 mmol/l) ist man einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Der Gesamt-Cholesterinspiegel setzt sich wiederum aus verschiedenen Fraktionen zusammen. Man unterscheidet:

Fraktionen des Gesamt-Cholesterinspiegels

HDL wird im Volksmund oft auch als das "gute" Cholesterin bezeichnet, da es überschüssiges Cholesterin aus LDL und den Gefäßablagerungen aufnehmen und diese Fracht zur Leber zurücktransportieren kann. Dort wird Cholesterin als Baustoff für die Bildung von Gallensäuren herangezogen. LDL wird demgegenüber als das "schlechte" Cholesterin bezeichnet. LDL transportiert Cholesterin zu den Körperzellen. Können diese kein Cholesterin mehr aufnehmen, kursieren die LDL mit ihrer Cholesterinfracht im Blut. Infolge dessen können sich an den Gefäßwänden erste Plaques ablagern. So lautet die arterioskleroseschützende Regel: HDL - je höher, desto besser, LDL - je weniger, desto besser!