Was hat es mit den "Hafer-Tagen" auf sich?

Aus der Zeit, bevor Insulin zur Behandlung der Zuckerkrankheit eingesetzt wurde, stammen die sogenannten "Kohlenhydrat-Schalttage" wie beispielsweise Hafertage, Reis-Kompott-Tage oder Gemüsetage.

Seinerzeit versuchte man mit diesen Schalttagen, die diabetische Stoffwechselsituation günstig zu beeinflussen. Eine besondere Bedeutung hatten die Kohlenydrat-Schalttage bei der so genannten "Erst-Einstellung" des Diabetikers Typ-2.

Auch heute kann prinzipiell fast jeder Hafertage durchführen. Für Diabetiker und stoffwechselkranke Personen ist ein Gespräch mit dem behandelnden Arzt oder Diabetologen unerlässlich.

Von allen Kohlenhydrat-Schalttagen sind heute noch die von CARL VON NOORDEN empfohlenen Hafertage von Bedeutung. Nach Von Noorden entfaltet sich die stoffwechelnormalisierende Wirkung des Hafers am besten nach einer drei- bis viertägigen, von Gemüsetagen unterbrochenen Haferkur. Ebenso können Hafertage als zusammenhängende zwei- bis dreitägige Kur eingeschoben werden. Neben strengen Hafertagen können auch gelockerte Hafertage mit kohlenhydratarmen Salaten und Gemüsen sowie Hafer-Reis-Obsttage, Hafer-Obst- und Hafer-Saft-Tage durchgeführt werden.

Anregungen und Rezeptideen zur Gestaltung von Hafertagen finden Sie in unserer Broschüre Diabetiker Ratgeber.