Verpackung

Das Thema „Verpackung“ betrifft uns alle – vor allem geht es darum, weniger Verpackung und „bessere“ Materialien zu verwenden, um die Umwelt zu entlasten. Auch wir bei Peter Kölln verfolgen das Ziel umwelt- und ressourcenschonenderer Lösungen und setzen diese bereits bei vielen Produkten ein. Außerdem arbeiten wir kontinuierlich daran, unsere Verpackungen weiterzuentwickeln. Hier kannst Du Dich zur Verwendung der verschiedenen Materialien bei Kölln-Erzeugnissen und zu unseren Aktivitäten rund um dieses komplexe Thema informieren.

Was müssen Verpackungen können?
Eine Verpackung hat viele Aufgaben gleichzeitig zu lösen, am wichtigsten ist dabei die Gewährleistung der Lebensmittelsicherheit. So soll die Verpackung Schutz vor beispielsweise Klimaeinflüssen, Feuchtigkeit, Fremdgeruch und -aroma, Lichteinfluss, Verderb und Transportbeanspruchung bieten. Gleichzeitig werden an sie hohe hygienische Anforderungen gestellt, denn Staub, Keime, Schädlinge oder Schadstoffe sollen nicht eindringen können.

Parallel stellen auch unsere Sortimente bestimmte Anforderungen an die Verpackung. Während z.B. Köllnflocken in einer 2-lagigen Papierverpackung produktsicher verpackt sind, benötigen Erzeugnisse wie Haferfleks® oder Knusper Müslis einen besonderen Schutz ihrer knusprigen Textur. Zudem können unsere verschiedenen Abpackmaschinen auch nur bestimmte Materialien verarbeiten.

So haben wir für unsere Sortimente verschiedene Verpackungsvarianten getestet und die Erzeugnisse durch sensorische Untersuchungen über den Zeitraum des Mindesthaltbarkeitsdatums bewertet, um für alle Warengruppen die optimale Verpackung zu bestimmen. Dies ist wichtig, denn Verpackungen spielen auch eine wesentliche Rolle bei der Vermeidung von Lebensmittelabfällen.

Die aktuellen Verpackungen der Kölln-Produkte bieten nach heutigem Kenntnisstand einen optimalen Produktschutz und gewährleisten, dass Du unsere Erzeugnisse genauso bekommst, wie sie unser Werk verlassen.

Papier und Pappe
genießen das höchste Ansehen in punkto Umweltfreundlichkeit. Dies liegt zum einen an dem natürlichen und auch nachwachsenden Rohstoff Holz und zum anderen daran, dass wir es seit Jahrzehnten gewohnt sind, Papier zu trennen und über den Altpapiercontainer bzw. die hauseigene Tonne einem Recycling und damit einer Wiederverwendung zuzuführen.

Insgesamt bestehen mehr als 40 % der von uns im Jahr eingesetzten Materialen aus Papier. So werden alle unsere puren Getreideprodukte – also Blütenzarte Köllnflocken, Echte Kölln Kernige, Kölln Instant Haferflocken, alle 3 Varianten Kölln Schmelzflocken® sowie die zarten und kernigen Multikornflocken sowie Haferflocken - in einem 2-lagigen Papierbeutel bzw. einer Faltschachtel aus Papier mit einem Pergamin-Innenbeutel angeboten und können somit über die Papiertonne recycelt werden.

Während produktberührende Materialien immer aus frischen Papierfasern, also ohne die Verwendung von Altpapier, hergestellt werden müssen, bestehen die Faltschachteln, in denen unsere Müsli- und Porridge-Mischungen verpackt sind, zu 95% aus Altpapier. Dies gilt auch für die Umkartons, in denen unsere Produkte in den Handel gelangen.

Bewusster Umgang Verpackungen aus Kunststoff
Verpackungen aus Kunststoff kommen immer dann ins Spiel, wenn Papier den erforderlichen Produktschutz nicht gewährleisten kann. So bieten Plastikverpackungen bessere Schutz- und Barriere-Eigenschaften für zum Beispiel feuchtigkeitsempfindliche Produkte. Dazu gehören unsere klassischen und knusprigen Müsli-Mischungen sowie die Porridge-Varianten, die allesamt in Faltschachteln mit Kunststoffinnenbeutel verpackt sind. Bei dieser Verpackungslösung ergänzen sich die positiven Eigenschaften beider Verpackungsmaterialien.

Verpackungen aus Plastik werden kontrovers diskutiert, denn sie werden aus Erdöl, einem „endlichen“ Rohstoff hergestellt, und haben in punkto Umweltverschmutzung einen schlechten Ruf. Bei aller Kritik an Plastikverpackungen ist es wichtig zu wissen, dass die Herstellung von Papier 1,5 Mal energieintensiver ist als die von Kunststoff, außerdem wird im Vergleich zu Papier weniger Material für den gleichen schützenden Effekt benötigt. Diesen positiven Attributen stehen die Fragen zur Entsorgung von Kunststoffen gegenüber, denn oftmals werden bei der Herstellung von Kunststoffverpackungen die Vorteile verschiedener Materialien zu einem Verbund verarbeitet, mit der Folge, dass ein Recycling nur bedingt oder überhaupt nicht möglich ist.

Dort, wo wir Plastikverpackungen für die Verpackung unserer Produkte nutzen, suchen wir kontinuierlich nach umweltfreundlicheren Alternativen. Ziel ist, weniger Verpackungsmaterial einzusetzen und zugleich die Recyclingfähigkeit zu verbessern. Anderenfalls bleibt die thermische Verwertung zur Rückgewinnung von Energie.

Aktuell für uns keine Lösung - Alternative Kunststoffe
Wir beobachten diese Entwicklungen mit großem Interesse, momentan gibt es aber handfeste Argumente gegen deren Einsatz und so sehen wir bewusst davon ab, Verpackungen aus alternativen Kunststoffen einzusetzen.

Verpackungen aus biologisch abbaubaren Kunststoffen
Sie versprechen Kompostierbarkeit, sind aber nicht für den Gartenkompost geeignet, da sie nur unter definierten Bedingungen biologisch abbaubar sind - und die bieten vorrangig die industriellen Anlagen. Dafür müssten diese Verpackungen zudem separat gesammelt und kompostiert werden, was aktuell nicht umsetzbar ist. Nicht zuletzt bedeutet die Kompostierung auch, dass Recycling und damit eine erneute Nutzung der verwendeten Rohstoffe ausgeschlossen sind. So müssten für jede neue Verpackung auch immer wieder neue Rohstoffe eingesetzt werden.

Verpackungen aus biobasierten Kunststoffen
Diese Verpackungen werden z.B. aus Mais oder Zuckerrohr, also aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Sie stammen zumeist aus Monokulturen, zudem sind lange Transportwege sowie der Verlust von Flächen für die Lebensmittelerzeugung problematisch. Entsorgt werden die Produkte über die Gelbe Tonne oder den Hausmüll. Diese Nachteile überwiegen aus unserer Sicht den Aspekt, dass Verpackungen aus diesen Rohstoffen Erdöl sparen und eine bessere Klimabilanz haben als herkömmliche Verpackungen.

Aluminium und metallisierte Verpackungen
Aluminium ist ein Leichtmetall, seine Herstellung ist energieintensiv, umgekehrt kann es gut recycelt werden. Es weist sehr gute frischhaltende Eigenschaften auf und so spielt Aluminium bei der Verpackung vieler Lebensmittel eine Rolle.

Aktuell setzen wir eine Verbundverpackung mit einer hauchfeinen Metallschicht für unsere Fleks- und Kissenprodukte sowie unsere 1,7 bzw. 2 kg-Müsli-Beutel ein. Hintergrund sind die produktschützenden bzw. stabilisierenden Eigenschaften für die großen Verpackungseinheiten. Aufgrund der immensen Fortschritte auf den Gebieten der Papier- und Kunststofftechnologie ist es unser Ziel, die metallisierte Lage mittelfristig aus der Verpackung zu entfernen.

 

Im Sommer 2020 haben wir in eine neue Abfüllanlage investiert, die uns Möglichkeiten eröffnet, Verpackungen mit weniger Material zu realisieren. Im ersten Schritt trennen wir uns gerade von der äußeren Papierlage dieser Verpackung, denn sie dient hier ausschließlich zum Bedrucken. Auf diese Weise können wir über 35 Tonnen Verpackungsmaterial im Jahr sparen. Darüber hinaus wird für das Verschweißen dieser neuen Verpackung weniger Energie verbraucht.

 

Gut zu wissen

Verpackungen, die für Lebensmittel eingesetzt werden, dürfen nur mit Farben bedruckt werden, die nicht ins Lebensmittel gelangen können. Für das Verkleben unserer Verpackungen werden Leime eingesetzt, die vegan sind.

Was kannst Du tun?

Die korrekte Entsorgung unserer Verpackungen leistet einen Beitrag zur Schonung von Umwelt und Ressourcen. Kunststoff- und Verbundverpackungen gehören in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack, Papierverpackungen können im Altpapiercontainer oder in der Papiertonne entsorgt werden. Dazu informieren wir auf jeder unserer Verpackungen.


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